Ergotherapie

MACH, WAS SINN MACHT!

Staatl. geprüft.

6 Semester

WS 01.10.

Neuss

Die Ausbildung in der Ergotherapie ist betätigungsbasiert, klientenzentriert, kontextbasiert und evidenzbasiert. Die Ausbildungsinhalte folgen der Grundannahme, dass Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität sowie Partizipation durch Aktivität im Sinne von „meaningful occupation“ sowie einer klientenzentrierten Praxis erzielt werden. Die Arbeit und Zusammenarbeit unserer Lehrenden zeichnet sich durch hohe Leistungsbereitschaft, fachliche Kompetenz, Kollegialität sowie demokratischer Beteiligung an Entscheidungsprozessen der Leitungsfunktionen aus. Fachliche Qualifikation, didaktische und kommunikative Kompetenzen sind zentrale Gegenstände unserer zeitgemäßen Lehre zur Umsetzung unseres ICF-orientierten und betätigungsbasierten Curriculums. Kerndomäne der Ergotherapie ist die Betätigung einer Person in ihrem spezifischen Kontext. Das System Person, Umwelt, Betätigung ist zentraler Gegenstand ergotherapeutischer Handlungskompetenz. Betätigung ist das therapeutische Potenzial, um die Partizipation einer Person sowie Veränderung durch Betätigung zu ermöglichen.

Mit unseren regionalen Kooperationspartnern/Lernorte der Praxis sind wir mit dem Ziel der Qualitätssicherung in der praktischen Ausbildung eng vernetz, um die Umsetzung einer betätigungsbasierten und klientenzentrierten Praxis zu gewährleisten und weiterzuentwickeln.

Die Sicherung unserer Ausbildungsqualität auf Struktur-, Prozess-, Ergebnisebene in der Planung, Durchführung und Evaluation von Ausbildungsprozessen, erfolgt systematisch und kontinuierlich.

Ausbildungsinhalte

Ergotherapie bedeutet Menschen jeden Alters in ihrer Handlungsfähigkeit zu unterstützen. Im Fokus stehen dabei die individuell bedeutungsvollen Betätigungen unserer Patient*innen in der Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit mit dem Ziel, einer individuell angemessenen gesellschaftlichen Teilhabe und Lebensqualität.

Zu einer zufriedenstellenden Ausführung alltäglicher Handlungen und der damit verbundenen selbstbestimmten Teilhabe am sozio-kulturellen Leben kann die Verbesserung, Wiederherstellung oder Kompensation beeinträchtigter Fähigkeiten und Funktionen beitragen. Neben therapeutischen Übungen trägt der Einsatz von Hilfsmitteln dazu bei, vorhandene bzw. verbleibenden Fähigkeiten und Funktionen so zu nutzen, dass ein Optimum an Rehabilitation erreicht werden kann. Zugleich kann die individuelle Umgebung/Umwelt von Patient*innen an ihre Bedürfnisse angepasst werden.

Was man jeden Tag tut, hat einen wesentlichen Einfluss auf Gesundheit und Wohlbefinden. Täglich gezielt aktiv zu sein, kann heilende Wirkung haben und wird daher in der Ergotherapie therapeutisch eingesetzt. Es werden alternative Bewegungs- und Verhaltensstrategien eingeübt, die mit der therapeutischer Beratung einhergehen und unter Berücksichtigung der sozialen Situation erfolgen.

Die Ausbildung entspricht den Ausbildungsstandards des Weltverbandes der Ergotherapeuten und ist an der medicoreha Dr.Welsink Akademie durch diesen anerkannt.

Die dreijährigen Vollzeitausbildung in der Ergotherapie ist gesetzlich geregelt und umfasst einen kompetenzorientierten Unterricht von insgesamt 2700 Ausbildungsstunden sowie die klinisch-praktische Ausbildung in der ambulanten und stationären Gesundheitsversorgung von insgesamt 1700 Ausbildungsstunden. Als Ergebnis unserer langjährigen Erfahrung als Ausbilder verfolgen wir stetig die Optimierung von Lerninhalten, Lernzielen, Lernmethoden und zu vermittelnden beruflichen Handlungskompetenzen. Dazu gehören soziales Lernen, exemplarisches lernen, erfahrungs- und handlungsorientiertes Lernen.

  • Die Steuerung therapeutischer Prozesse
  • Die Gestaltung von Kommunikations-, Interaktions- und Beratungsprozessen
  • Die Anwendung betätigungsbasierter therapeutischer Maßnahmen und Mittel, z.B. Aktivitäten des täglichen Lebens, handwerkliche und gestalterische Mittel
  • Strukturelle und funktionelle Grundlagen des menschlichen Körpers
  • Typische Störungsbilder | Erkrankungen
  • Die Befunderhebung und Therapie bei motorisch-funktionellen, sensomotorischen und kognitiven, psychischen und sozioemotionalen Störungen | Erkrankungen
  • Die Handlungsfähigkeit von Klienten in verschiedenen Lebensphasen erhalten, erweitern und aufbauen
  • Zielgruppen der ergotherapeutischen Arbeit: Kinder & Jugendliche, Erwachsene & Erwachsene im höheren Lebensalter, Menschen mit Behinderungen, Menschen mit chronischen Erkrankungen, Menschen anderer Kulturen, Klienten in der Prävention, Klienten in der Rehabilitation